Die Ambulanz in den Medien

Als bundesweit einzigartige Einrichtung mit einem neuen, innovativen Konzept genießt die Uniambulanz Witten große mediale Beachtung – regional, national und sogar international. Einige Beiträge stellen wir auf dieser Seite für Sie zusammen, außerdem finden Medienvertreter*innen hier aktuelle Presseinformationen.

Wenn Sie Fragen zu uns und unserer Arbeit haben, bei uns drehen oder jemanden aus unserem Team interviewen möchten, sprechen Sie uns einfach an. Unser Kommunikationsteam hilft Ihnen gerne weiter.

Checkliste Medienanfragen

Sie sind Journalist*in und möchten einen Beitrag mit/über uns machen? – Das freut uns, vielen Dank für Ihr Interesse! Kontaktieren Sie uns gerne per Mail.

Sie erleichtern uns die Arbeit und Kommunikation, wenn Sie in Ihrer Anfrage gleich folgende Eckpunkte benennen:

  • Welches ist das Zielmedium?
  • Wie ist dessen Auflage bzw. Verbreitungsgrad?
  • Wer ist die Zielgruppe (dabei für uns vor allem relevant: Fachpublikum oder Menschen ohne fachlichen Bezug)?
  • Richtet sich Ihre Anfrage an jemand Bestimmtes aus unserem Team?
  • Wie ist der Zeitplan? Gibt es eine Deadline?
  • Was müssen wir in der Vorbereitung ggf. bedenken? Gibt es organisatorische Dinge, die wir beachten müssen?

Je konkreter Ihre Anfrage, desto schneller können wir entscheiden und planen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Laurenz Scheer
Laurenz ScheerKommunikation und Marketing

Alle Pressemitteilungen und Pressefotos dürfen gerne genutzt, zitiert und verbreitet werden. Wir freuen uns über eine kurze Info, damit wir über geplante Veröffentlichungen auf dem Laufenden sind.

OpenNotes: Transparenz in der Arzt-Patienten-Kommunikation (13.04.2021)

Das Recht, als Patient*in Zugang zu den eigenen Gesundheitsinformationen zu erhalten, ist in Deutschland seit Februar 2013 im Grundgesetz verankert. Theoretisch liegt damit eine gute Grundlage vor, um der sogenannten OpenNotes-Bewegung aus den USA zu folgen, die absolute Transparenz im Austausch zwischen Ärzten und Patienten schaffen möchte. Während die „offene Akte“ nun seit April 2021 in den USA verpflichtend ist, leistet in Deutschland die Wittener Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde Pionierarbeit.

Offene Notizen: Patienten haben Einsicht in ihre Akte

„Open Notes“ heißt so viel wie „offene Notizen“. Gemeint sind die ärztlichen Notizen und Aufzeichnungen, die für Patientinnen und Patienten „offen“, also jederzeit zugänglich, sein sollen. Das Konzept stammt aus den USA, wo es an der Harvard Medical School in Boston entwickelt und 2010 zunächst im Rahmen einer großen Studie in der Praxis eingeführt wurde. Ziel ist, das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt zu verbessern und die Kommunikation transparenter zu gestalten. Letztes Jahr hatten bereits über 50 Millionen US-Amerikanerinnen und -Amerikaner digitalen Zugriff auf ihre Akten.

Seit dem 1. April 2021 ist nun die Bereitstellung von OpenNotes in den USA für fast alle medizinischen Bereiche verpflichtend. „Das ist ein echter Meilenstein, eine sehr positive Entwicklung“, freut sich Prof. Dr. Tobias Esch, Leiter des Instituts für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an der Universität Witten/Herdecke. Bis 2015 war der Arzt, Neurowissenschaftler und Gesundheitsforscher selbst in Boston im OpenNotes-Team tätig und brachte das Thema von dort nach Witten mit. „In Deutschland sind wir von einem derartigen Standard bisher noch weit entfernt. Allerdings: Es entsteht auch hier ein zunehmendes Bewusstsein für die Relevanz einer guten und transparenten Kommunikation in der Medizin.“

Wittener Uniambulanz ist Vorreiter in Deutschland

Die von Esch gegründete Universitätsambulanz für Integrative Gesundheitsversorgung und Naturheilkunde ist die erste und bislang einzige Einrichtung in Deutschland, die der OpenNotes-Bewegung folgt. Über ein Online-Gesundheitsportal, das über die Webseite der Ambulanz zugänglich ist, können Patientinnen und Patienten datengeschützt jederzeit und von überall aus, wo sie einen Internetzugang haben, auf ihre persönliche Patientenakte mit allen Unterlagen zugreifen: Laborwerte, Medikamentenpläne, Ultraschall-, Röntgen- oder MRT-Bilder inkl. Kommentare und Befunde, Audio- oder Videoaufzeichnungen sind hier hinterlegt. Außerdem werden alle Einträge und Notizen, die das Behandlungsteam der Uniambulanz im Zuge der medizinischen Betreuung macht, zur Verfügung gestellt – hundertprozentige Transparenz ist der Anspruch und das Ziel.

„Wir glauben fest daran, dass OpenNotes und eine Integrative Gesundheitsversorgung, die den Patienten in den Fokus rückt, die Zukunft der Primärversorgung in Deutschland ist“, so Tobias Esch über das Konzept der Uniambulanz. „Wir haben noch einen langen Weg vor uns – aber: Das Wittener Modell erregt große Aufmerksamkeit, sowohl in der Fachwelt als auch in Politik und Bevölkerung, regional, bundesweit und sogar international.“ So berichtet aktuell auch das British Medical Journal, die weltweit führende Fachzeitschrift in der Allgemeinmedizin, über das „Wittener Modell“.

Achtsamkeit am Arbeitsplatz (07.05.2021)

Das Thema Achtsamkeit hält immer mehr Einzug in die Arbeitswelt. Dabei wird Achtsamkeit vielfach im Sinne von Jon Kabat-Zinn so verstanden: „Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment, ohne zu bewerten.“ Als aktueller Gesundheitstrend findet diese Form der Stressbewältigung, die auch in unserer Uniambulanz vermittelt wird, ihren Weg immer öfter auch in betriebliche Gesundheitsprogramme. Kursangebote zu Yoga, Meditation oder Qigong finden sich immer häufiger in den Portfolios der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Im aktuellen iga.Report (Ausgabe 45), der unter der Federführung von Dr. Maren M. Michaelsen zu einem Großteil am Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung entstanden ist, zeigen Gesundheitsforschende auf, welche Wirkungen verschiedene Formen von Achtsamkeitstrainings speziell im Arbeitskontext haben können.

Wirksamkeitsanalyse

Die Analyse der Wirksamkeit ist komplex: Zum einen gibt es verschiedene Definitionen für Konzepte der Achtsamkeit, zum anderen basieren viele bisherige Forschungsergebnisse auf überwiegend subjektiven Einschätzungen der Teilnehmenden.

Auf Basis einer umfangreichen Literaturrecherche, die 105 relevante und methodisch hochwertig angelegte Studien zum Thema hervorbrachte, haben die Forschenden die verschiedenen Achtsamkeitsinterventionen in acht Gruppen eingeteilt. Diese ließen sich jeweils zur Hälfte einteilen in achtsamkeitsbasierte Verfahren (MBSR-Kurse, modifizierte MBSR-Kurse, Meditationskurse und weitere achtsamkeitsbasierte Verfahren) und in achtsamkeitsinformierte Verfahren (Atemtrainings, ACT-basierte Programme, bewegungsorientierte Programme und multimodale Programme).

Ergebnisse

Die Wirksamkeitsanalyse zeigt: Nahezu alle Programme zeigen eine deutliche Wirksamkeit in Bezug auf Aspekte der psychischen Gesundheit. Vor allem das individuelle Stresserleben wird durch die Achtsamkeitstrainings stark gesenkt. Eine mittlere bis starke Wirksamkeit auf andere Parameter, vor allem auf physische und physiologische Gesundheitsparameter, das Wohlbefinden, die Erholungsfähigkeit, die Selbstreferenz und Selbstregulation (unter anderem die Achtsamkeit selbst) und die arbeitsbezogenen Faktoren (z. B. Burnout-Risiko), konnte vor allem für MBSR-Kurse und bewegungsorientierte Verfahren wie Yoga gezeigt werden.

Weitere Erkenntnisse aus der Analyse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Im Vergleich zu persönlich durchgeführten Achtsamkeitstrainings ist die Wirksamkeit digitaler Angebote ähnlich gut. Vor allem das Stresserleben, die Arbeitszufriedenheit und das Burnout-Risiko wurden durch digitale Interventionen sogar deutlich stärker verbessert. Demgegenüber wurde Achtsamkeit selbst etwas weniger gefördert als bei analog durchgeführten Interventionen.
  • Gruppenbasierte Formate scheinen gegenüber individuell durchzuführenden Achtsamkeitstrainings erfolgreicher zu sein. Zwar zeigte die Analyse, dass auch App-basierte Achtsamkeitstrainings wirksam sind, die vorrangig ohne Gruppen arbeiten. Allerdings scheint es doch gerade im Arbeitskontext, der auch einen sozialen Raum darstellt, sinnvoll zu sein, Achtsamkeit in Gruppen zu üben. Das Setting einer Gruppe lädt aufgrund des sozialen Charakters in den meisten Betrieben, Branchen oder Berufsgruppen geradezu dazu ein, Achtsamkeitstrainings auch dazu zu nutzen, zwischenmenschliche Fähigkeiten wie Empathie in einem Miteinander praktisch zu üben.
  • Mikrointerventionen, also besonders kurze Achtsamkeitstrainings von weniger als fünf Stunden Gesamttrainingsdauer, zeigen eine deutlich schlechtere Wirksamkeit im Vergleich zu längeren Interventionen.

Etablierung von Achtsamkeit in Betrieben: Ergänzungen aus der Praxis

Über die Literaturanalyse hinaus wurden für den iga.Report viele Interviews mit Achtsamkeitsexpertinnen und -experten aus Wirtschaft und Wissenschaft geführt, um die Ergebnisse aus der Literatur zu ergänzen. Hier ergeben sich insbesondere die folgenden Aspekte als Voraussetzungen für die Etablierung von Achtsamkeit in einem Betrieb:

  • Eine passende Betriebsstruktur: u. a. repräsentativer Ort der Achtsamkeit (z. B. „Raum der Stille“) sowie repräsentative Organisationseinheiten (z. B. „Referat für Achtsamkeit“).
  • Eine etablierte Betriebskultur: u. a. eine wertschätzende statt allein gewinnorientierte Intention der Führungsebene, außerdem Protagonistinnen und Protagonisten, die das Thema repräsentieren und vorleben.
  • Eine geeignete Programmstruktur: u. a. Freiwilligkeit, adäquate Kostenbeteiligung, wertschätzende Atmosphäre.

Pressefotos

Dr. Christina Bullermann-Neust im Gespräch
Dr. Christina Bullermann-Neust im Patientengespräch · © Lukas Schulze
Logo der Uniambulanz Witten im Eingangsbereich
Logo der Uniambulanz · © Lukas Schulze
Der Eingang des FEZ in Witten
Eingang des FEZ · © Uniambulanz Witten
Im SWR-Magazin Odysso erklärt Tobias Esch, was die Selbstheilung leisten kann

Das SWR-Wissensmagazin odysso (16.09.2021) widmet sich dem Thema Selbstheilung. Prof. Dr. Tobias Esch erklärt, wie Selbstheilung funktioniert und welche Strategien dazu in der Uniambulanz Witten vermittelt werden.

Dr. Christina Bullermann-Neust in der WDR Lokalzeit Dortmund

Dr. Christina Bullermann-Neust zu Gast beim WDR. In der Lokalzeit informiert sie als Expertin live im Studio zum Thema Heuschnupfen.

Die WAZ berichtet über OpenNotes in der Uniambulanz

Die WAZ berichtet über OpenNotes, die transparente Gesundheitsakte in der Uniambulanz.

Prof. Dr. Tobias Esch im STERN gesund leben. Er erklärt, warum es sich lohnt, wieder mehr auf die eigenen Selbstheilungskräfte zu vertrauen.

Leitartikel in der “Psychologie Heute”

Im Leitartikel der Psychologie Heute (12/2020) geht es um die Frage, wie Entspannung gelingen kann. Prof. Dr. Tobias Esch erzählt, was die Forschung zum Thema weiß – und was die Uniambulanz dazu vermittelt.

Dr. Heinz-Wilhelm Esser war mit seinem Team bereits zweimal zu Besuch in der Uniambulanz. Für das WDR-Gesundheitsmagazin Doc Esser hat er mit uns über die Kraft gesunder Ernährung und zuletzt über Darmgesundheit gesprochen.