Forschung und Lehre

Neben dem Versorgungsauftrag sind die Forschung und Lehre wesentliche Bestandteile unseres Konzepts. Hervorgegangen aus dem Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung sind wir Teil des ambulanten Versorgungszentrums der Universität Witten/Herdecke. Als Forschungseinrichtung haben wir den Auftrag, neue Wege für die ambulante medizinische Versorgung zu prüfen und wissenschaftlich zu evaluieren. Dafür sind wir zugelassen und deshalb werden zum Beispiel auch viele unserer besonderen Angebote durch die Krankenkassen gefördert.

Das Konzept der Uniambulanz wurde in einem mehrjährigen Prozess von unserem Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. med. Tobias Esch erarbeitet. Die wissenschaftliche Basis für unsere Angebote bildet das sogenannte BERN-Konzept, ein von Tobias Esch ausgearbeitetes Programm zur Gesundheitsförderung. Es basiert auf dem Konzept der Mind-Body-Medizin, das an der Harvard Medical School in Boston entwickelt wurde.

Prof. Dr. med. Tobias Esch
Prof. Dr. med. Tobias EschInstitut für Integrative Gesundheitsversorgung und GesundheitsförderungInstitutsleiter und Lehrstuhlinhaber

OpenNotes

Die OpenNotes-Bewegung kommt ursprünglich aus den USA und beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn Patient*innen einen umfassenden Zugang zu ihrer medizinischen Dokumentation erhalten. Prof. Dr. Tobias Esch gehörte zum Team an der Harvard Medical School, das OpenNotes begründet und entwickelt hat, und hat es von dort nach Witten mitgebracht. Hier wird OpenNotes – bisher einmalig in Deutschland – in der Uniambulanz praktiziert.

Online, über ein gesichertes Portal, werden den Patient*innen unserer Uniambulanz alle Dokumente rund um ihre Behandlung und Betreuung zur Verfügung gestellt – einschließlich aller Notizen, die Therapeut*innen und Ärzt*innen im Gespräch machen. Auch Patient*innen selbst können umgekehrt Dokumente hochladen, etwa Befunde oder Rezepte von mitbehandelnden Ärzt*innen. Die Idee ist eine vollkommen transparente Kommunikation als konkretes Element einer patientenzentrierten Versorgung.


Blutzuckermessung bei Diabetes Typ 2

Gesundheitsförderung bei Typ-2-Diabetes

Lassen sich Behandlungs- und Lebensqualität von Typ 2-Diabetiker*innen durch ein 8-wöchiges, achtsamkeitsinformiertes Gruppenprogramm verbessern? — Das untersucht ein aktuelles Promotionsprojekt am Institut für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung.

Patient*innen gesucht

Haben Sie Diabetes Typ 2 und Interesse, nachhaltig etwas für Ihre Gesundheit zu tun? Dann freuen wir uns, wenn Sie Lust haben, unsere Studie zu unterstützen und am Kurs für Gesundheitsförderung teilzunehmen.


Evaluation der Gesundheitsförderung

Das Konzept der Uniambulanz und hier insbesondere die Gesundheitsförderung wird kontinuierlich durch unser Forschungsteam evaluiert und weiterentwickelt. Wir untersuchen, wie sich das Kursprogramm zur Gesundheitsförderung auf die Gesundheit der Teilnehmenden auswirkt und gleichen unsere Forschungserkenntnisse zu Achtsamkeit, Meditation, Yoga und weiteren Maßnahmen zur Stressbewältigung mit der Praxis ab. Es gehört daher zum Konzept, dass unsere Patient*innen und Kursteilnehmer*innen zu verschiedenen Zeitpunkten um Mithilfe gebeten werden und zum Beispiel Fragebögen ausfüllen, um uns Rückmeldung zu geben.

Danny Awad berät eine Patientin

Die Ambulanz als Lernort

Wir bieten nicht nur eine erweiterte medizinische Versorgung, sondern sind zugleich auch ein Ort des Voneinander-Lernens. Studierende der Universität Witten/Herdecke können zu unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Studiums in der Uniambulanz mitarbeiten und ihr Wissen durch praktische Erfahrungen lebendig erweitern – zum Beispiel im Blockpraktikum Ambulante Gesundheitsversorgung, im Praktischen Jahr oder in der Longitudinalpatientenbegleitung.

„Allgemeinmedizin plus+“ kennenlernen, erfahren und ausprobieren

Wir vermitteln Medizinstudierenden bei uns in der Uniambulanz Fähigkeiten und Kenntnisse in der allgemeinen hausärztlichen Versorgung sowie der gelebten Integrativen Medizin. So können Sie die Konzepte der Mind-Body-Medizin und Gesundheitsförderung sowie unsere multiprofessionelle Zusammenarbeit im Ambulanz-Team hautnah erfahren.

Externe Studierende und Interprofessionalität

Auch für Studierende anderer Universitäten bieten wir die Möglichkeit einer Hospitation bzw. Famulatur, sofern unsere personellen und zeitlichen Ressourcen es zulassen. Explizit sprechen wir hier auch Studierende nicht-ärztlicher Professionen an: Neben Ärzt*innen und Medizinischen Fachangestellten arbeiten in der Ambulanz zum Beispiel eine Case-Managerin und mehrere Therapeut*innen für Gesundheitsförderung.

Eine Studentin wird in der manuellen Untersuchung angeleitet

Fragen?

Sprechen Sie uns einfach unverbindlich an. Für alle Fragen rund um die Lehre in der Uniambulanz wenden Sie sich gern an

Miriam Thye
Leitung für den Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Integrativen Medizin

Gestalten Sie mit uns die Medizin von morgen?

Wir suchen Menschen, die sich als Patient*innen durch Medizin-Studierende begleiten lassen und so die Ausbildung der Ärzt*innen von morgen unterstützen möchten.

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Gesundheitsförderung bei Rückenschmerzen: Patient*innen für aktuelle Studie gesucht

In einem aktuellen Forschungsprojekt wollen wir untersuchen, wie sich die Gesundheitsförderung auf Rückenschmerzen auswirkt.

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SWR: ‘Odysso’ zum Thema Selbstheilung

Das SWR-Wissensmagazin odysso (16.09.2021) hat sich in der Ausgabe am Donnerstag, 16. September 2021, dem Thema Selbstheilung gewidmet. Ein Beitrag ist im Sommer bei uns in der Uniambulanz entstanden.

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